Spendenaktion „Brunnen für Lambwe“

27 Januar 2018

Ca. 20 km westlich von Homa Bay (Lambwe) unterstützt das Nazareth Kinderheim 3 Homebasedkinder. In diesem Gebiet konnte seit 3 Jahren kein Mais mehr angebaut werden, da es viel zu wenig regnet. Es herrscht akuter Wassermangel – dort wächst absolut nichts ! Sowohl für die Familien der Kinder als auch für die Nachbarn ist es jeden Tag ein Kampf, an sauberes Wasser zu kommen. So nehmen speziell die Frauen einmal in der Woche morgens um 3:00 Uhr den ca. 1 stündigen Weg zu einer Wasserstelle auf sich, um die Chance auf 20 Liter sauberes Trinkwasser zu bekommen. Nachdem sich der Vorstand schon seit einiger Zeit mit dem Bau eines Brunnen beschäftigt hat und dies durch den Besuch von 5 Nazarethfreunden im Dezember 2017 nochmals deutlich bestätigt wurde, dass dort nur Wasser weiterhelfen kann, hat der Vorstand beschlossen, für die Familien und das gesamte Dorf einen Brunnen bauen zu lassen. Der Brunnen wird zwischen 200 und 300 Meter tief sein.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 15.000,00 EUR (Bohrung, Dohlen, Wasserrohre, Wasserpumpe, Solarpanels + Masten, um die Pumpe zu betreiben, Wassertank, Grundstück einzäunen, Arbeitskosten). Ziel ist es, baldmöglichst mit dem Bau des Brunnens zu beginnen. Wenn wir 150 Personen finden, die bereit sind, 100,00 EUR (natürlich auch weniger, jeder Cent zählt) zu spenden, können wir den Brunnen bauen, um somit den Familien eine Hoffnung zu schenken.

Ganz der Jahreslosung entsprechend:

Gott spricht: „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst“.

Im August wurde mit dem Graben vom Brunnen begonnen.  Der Brunnen ist mittlerweile fertig. Er ist 200 m tief.

Pro Stunde kann man 3.600 Liter Wasser heraufpumpen. Das ist sehr viel und mehr als erwartet. Die Menschen können sich an einem Wasserhahn bedienen. Sie werden auch kleine Beträge dafür bezahlen, damit die Instandhaltung gewährleistet werden kann. Davon soll der Brunnen repariert werden, wenn was kaputt geht. Der Brunnen steht auf dem Gelände der Kirchengemeinde. Sie haben einen Verein gegründet, der sich darum kümmert und einen Nachtwächter angestellt. Man benötigt deswegen einen größeren Wassertank, eine stärkere Pumpe usw.

Durch allgemeine Spenden konnte der Brunnen jetzt finanziert werden.

Während des Besuches in Lambwe, konnten auch noch Lebensmittel an die Bevölkerung verteilt werden.